Der Grund für das Stiftungsmodell:

Der Stiftung liegt im Allgemeinen der Gedanke zugrunde, mit einem eigentümerlosen Vermögen einen bestimmten Zweck besser, zielstrebiger und auch dauerhafter zu verwirklichen, als wenn das Vermögen mit dem Schicksal des Stifters und dem seiner Rechtsnachfolger:innen, also zum Beispiel den Erbberechtigten verbunden bliebe. Diesen Kerngedanken verwirklichte der Stifter Ludwig Szinicz auch bei der Errichtung der TGW Future Privatstiftung im Jahr 2004. Ihr Ziel war es, das Unternehmen und das Vermögen von TGW Logistics dauerhaft zu erhalten, bessere Arbeitsplätze zu schaffen sowie die Menschen innerhalb und außerhalb der TGW Welt zu fördern.

Durch die „Zwischenschaltung“ der Privatstiftung sollte somit verhindert werden, dass TGW Logistics in Zukunft aufgrund möglicher unterschiedlicher Interessenslagen – also zum Beispiel bei Familienstreitigkeiten nachfolgender Generationen – veräußert oder zerschlagen wird, wobei durch die Errichtung der Privatstiftung ein stabiler, langfristiger Kerngesellschafter von TGW Logistics geschaffen wurde. Nämlich die Stiftung selbst und dem Stiftungsvorstand als ausführendes Organ. Die rechtliche Grundlage dieses Modells bildet die Stiftungserklärung, bestehend aus der öffentlich verfügbaren Stiftungsurkunde und der nicht öffentlichen Stiftungszusatzurkunde. In ihr sind auch die zehn Leitlinien der Stiftungsphilosophie verankert.

Heute ist die TGW Future Privatstiftung Eigentümerin von TGW Logistics und im gemeinnützigen Bereich TGW Future Wings Stifterin der beiden Privatstiftungen Future Wings und Schule Morgen sowie Eigentümerin der CAP.future GmbH.

Die 10 Leitlinien

1

Im Zweifel ist der nachhaltigen Fortführung von TGW Logistics der Vorzug vor der Versorgung der Begünstigten zu geben.

2

TGW Logistics ist ein Stiftungsunternehmen, das im Sinne des Stifters nachhaltig fortgeführt wird.

3

TGW Logistics ist eine „Leihgabe“ an die Mitarbeiter:innen. Die Substanz des Unternehmens ist unantastbar.

4

Fördern von Lernen und persönlichem Wachstum sowie Achten auf vorbildliches Unternehmertum.

5

TGW Logistics ist wie eine Kuh, die sorgfältig gehalten werden muss, um gute Milch zu geben und auch Kälber aufzuziehen.

6

Zum Lebenssinn gehört auch Sinnerfüllung in der Arbeit.

7

Es müssen gute Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine sinnvolle Gestaltung des beruflichen und privaten Lebens ermöglichen.

8

TGW ist eine sinn-orientierte Wertegemeinschaft, die menschliches und fachliches Wachstum und unternehmerischen Erfolg ermöglicht.

9

TGW Future Wings erhält mindestens 30 % der TGW Logistics Ausschüttung an die TGW Future Privatstiftung für ganzheitliche Bildungsangebote zur Entfaltung von jungen Menschen.

10

Schlüsselpersonen der TGW Welt müssen sich mit der Stiftungsphilosophie „Mensch im Mittelpunkt – lernen und wachsen“ identifizieren.

Die Kuh

Ein Schlüsselelement der Stiftungsphilosophie „Mensch im Mittelpunkt – lernen und wachsen“, ist die TGW Logistics-Kuh, die als Punkt 5 Teil unserer 10 Leitlinien abgebildet ist. Sie symbolisiert die Stabilität in der Eigentümerfrage, die Übernahme von Verantwortung und die Partizipation der Mitarbeiter:innen am Unternehmenserfolg. Die Duale Mitarbeiter:innen Beteiligung wurde aus dieser Kuh-Metapher entwickelt und von Stifter Ludwig Szinicz bei seiner Weihnachtsrede 2016 wie folgt formuliert:

„Die TGW ist eine Kuh. Die TGW ist eine wunderschöne Kuh. Sie ist eine einzigartige Kuh. Sie ist unantastbar. Niemand hat das Recht diese Kuh zu verkaufen. Niemand darf auf die absurde Idee kommen dieser wunderschönen Kuh ein Schnitzel heraus zu schneiden. Die Kuh muss liebevoll und mit viel Sorge behütet werden und aufgezogen werden. Damit sie viel gute Milch geben kann und auch gesunde Kälber aufziehen. Die Milch dieser TGW Kuh soll fair verteilt werden und klug verteilt werden. Entsprechend dem Beitrag an der Pflege und der Weiterentwicklung der Kuh und es muss darauf geachtet werden, dass der Kuh sehr viel Milch bleibt um Kälber aufzuziehen.“

„Die Kuh muss liebevoll und mit viel Sorge behütet und aufgezogen werden, damit sie viel gute Milch geben und auch gesunde Kälber aufziehen kann.“
Alle Mitarbeitenden tragen deshalb mit unternehmerischem Verantwortungsbewusstsein zur Pflege der Kuh bei, damit TGW Logistics gedeiht und gute Ergebnisse erzielt.

„Niemand darf auf die absurde Idee kommen, dieser wunderschönen Kuh ein Schnitzel herauszuschneiden.“
Teile dürfen daher nur verkauft werden, wenn dies strategisch erforderlich ist. Der Gewinn verbleibt im Unternehmen und wird in Wachstum und Innovation investiert.

„TGW Logistics ist eine wunderschöne, einzigartige Kuh. Sie ist unantastbar. Niemand hat das Recht diese Kuh zu verkaufen.“
TGW Logistics darf deshalb nicht verkauft werden. Um dies zu gewährleisten, braucht es maximale Einsatzbereitschaft aller.

„Es muss darauf geachtet werden, dass der Kuh sehr viel Milch bleibt, um Kälber aufzuziehen.“
Zwei Drittel des Gewinns bleiben daher im Unternehmen.

„Die Milch dieser TGW-Kuh soll fair und klug verteilt werden, entsprechend dem Beitrag an der Pflege und der Weiterentwicklung der Kuh.“
Mitarbeitende haben daher Anspruch auf faire Beteiligung – gemäß ihrem Beitrag.

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